Wüste Namib auf unserer Reise durch Namibia

Von Lüderitz fuhren wir zur Tolou’s Lodge, die am RAND DER NAMIB liegt. Gut die Hälfte der 370km legten wir auf der geteerten Fernstraße zurück. Ab der Ortschaft Aus fuhren wir über Helmringhausen bis zur Unterkunft ausschließlich auf Sand-bzw. Schotterpisten. Hier am Rand der Namib blieben wir für drei Nächte und hatten somit viel Zeit für Aktivitäten. So besuchten wir das Schloss Duwisib und die Sossusvlei-Region. Von Lüderitz fuhren wir zur Tolou’s Lodge, die am RAND DER NAMIB liegt. Gut die Hälfte der 370km legten wir auf der geteerten Fernstraße zurück. Ab der Ortschaft Aus fuhren wir über Helmringhausen bis zur Unterkunft ausschließlich auf Sand-bzw. Schotterpisten. Hier am Rand der Namib blieben wir für drei Nächte und hatten somit viel Zeit für Aktivitäten.

So besuchten wir das Schloss Duwisib und die Sossusvlei-Region.Zuvor etwa 135km von Lüderitz entfernt erreichten wir das Revier der NAMIB-WILDPFERDE. Circa 20km vor Aus geht eine Pad zur Futter und Wasserstelle ab. Nach 1-2km erreichten wir die künstlich angelegte Quelle und tatsächlich trafen wir hier um die 70 Pferde an. Woher die Pferde ursprünglich stammen ist noch ein Geheimnis. Aus Reisebüchern sowie aus dem Info-Center in Aus geht hervor, dass sie Nachkommen von den deutschen Schutztruppenpferden sind. Nach unserer ersten Nacht in der Tolou’s Lodge fuhren wir zum SCHLOSS DUWISIB, welches Hansheinrich von Wolff um 1909 aus Sandstein erbauen ließ. Um 1907 oder 1908 erwarb von Wolff die Farm Duwisib mit 20.000 Hektar und vergab dann den Bauauftrag für dieses Schloss an den Architekten Wilhelm Sander, der auch am Bau des Tintenpalastes in Windhoek beteiligt war. Ab 1910 vergrößerte er die Farm, als er Land vom Staat und aus privater Hand kaufte. Von Wolff wurde ein bekannter Pferdezüchter und manch einer glaubt, dass einige seiner Pferde die Vorfahren der Namib Wildpferden waren. Mit seiner amerikanischen Frau lebte von Wolff hier bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914. In der Schlacht an der Sommè kam er 1916 ums Leben. Seine Frau lebte danach in München und kehrte nie wieder nach Duwisib zurück. Das Schloss lag etwa 50km von der Lodge entfernt und war nur über Sand-bzw. Schotterpisten erreichbar.

Am Abend lud uns der Verwalter der Lodge zu einer Farmrundfahrt ein, wo wir neben einigen Oryxherden in einer bezaubernden Landschaft auch viel über das heutige Farmleben erfuhren. Auf einer Düne haben wir dann eine Pause eingelegt und den Sonnenuntergang beobachtet. Die Namib ist vermutlich die älteste aller Wüsten und erstreckt sich entlang der Atlantikküste Namibias. Die „große Leere“ – wie diese Trockenwüste in der Sprache der Nama heißt, reicht bis ca. 160km Landeinwärts.Etliche Pflanze und Tiere nutzen den Nebel, der von Mai bis September in den kalten Frühmorgen Stunden in die Wüste zieht als Feuchtigkeitsquelle. Bekannt ist die Wüste vor allem wegen ihren Sanddünen, die je nach Sonnenstand ihre Farbe ändern.  In den nächsten Tagen werden wir noch andere Abschnitte der Namib, wie das Sossusvlei oder die Skelettküste kennenlernen.

Nach einer weiteren Nacht unternahmen wir einen Tagesausflug ins 110km entfernte Sossusvlei und zum Sesriem Canyon. In Sesriem angekommen, besorgten wir uns hier am Eingangstor des Sossusvlei das Permint für den Park. Mittlerweile sind die 68km zum Parkplatz für PKW geteert und sorgten für ein angenehmes Fahrgefühl.Nach 45km erreichten wir die Düne 45, welche zu den meist fotografiertesten Dünen gehört. Sie ist ca. 170m hoch und kann erklommen werden, wenn einem nicht die Kondition ausgeht. Weiter ging es zum PKW-Parkplatz und ein Allrad-Shuttle brachte uns anschließend zum Sossusvlei. Das SOSSUSVLEI ist eine große Lehmsenke, die von roten Dünen umschlossen wird und nur nach heftigen Regenfällen für kurze Zeit mit Wasser gefühlt ist. Die vielen Touristen verraten uns, das diese Senke zu den Hauptsehenswürdigkeiten Namibias gehört und so machten wir uns nach einer Stunde auf dem Weg zu einer weniger besuchten Senke.Entlang der Sanddünen erreichten wir nach knapp 30 Minuten das Dead Vlei. Hinter einer der Dünen erblickten wir dann diese Senke, die uns auf Grund der Lagen persönlich weit aus besser gefiel als das Sossusvlei.

Hier sind selbst die Kameldornbäume, eigentlich extreme Überlebenskünstler mit ihren bis zu 60 Meter tiefen Wurzeln, seit sich vor Jahrhunderten Wanderdünen zwischen den Fluss Tsauchab und jener Senke geschoben hat verdorrt.Bevor wir uns auf die Rückfahrt von Sesriem zur Lodge machten, sind wir noch zum Sesriem Canyon gefahren. Dieser ist nur ein kurzes Stück vom Eingangstor entfernt. Der Tsauchab-Fluss hat sich vor Millionen von Jahren ca. 50 m tief in das schieferartige Gestein hineingefressen. Heute führt der Fluss hier im Canyon kaum noch Wasser.