Unterwegs auf Entdeckung in Windhuk

Im Oktober / November 2014 waren wir knapp drei Wochen auf Entdeckungstour durch Namibia. Dabei legten wir mit den Mietwagen, einem Nissan X-Trail genau 4.900 km zurück. Hier wollen wir einen kurzen Ablauf unserer Tour wiedergeben und auf den folgenden Seiten stehen 220 Bilder, die auch vergrößert werden können, zur Ansicht bereit.  Unsere Reise begann in WINDHOEK, wo wir einen ganzen Tag für einen Stadtbummel zur Verfügung hatten. Übernachtet haben wir im Safari Court Hotel welches auch einen kostenlosen Shuttles-Service in die Innenstadt anbot. Nur wenige Gehminuten vom Touristencenter entfernt befinden sich in der Robert Mugabe Avenue die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

  1. Christuskirche
  2. Reiterdenkmal
  3. Tintenpalast
  4. Alte Feste

Als ersten erblickten wir die Christuskirche. Sie wurde nach Plänen des Architekten Gottlieb Redecker gebaut und 1910 eingeweiht. Die Kirche ist das Gotteshaus der evangelisch-lutherischen Gemeinde. Das Baumaterial besteht überwiegend aus Kalkstein, welcher in der Nähe der Stadt abgebaut wurde.

Gleich daneben stießen wir auf das Reiterdenkmal, welches an die deutschen Gefallenen der Herero-und Hottentotten-Aufstände von 1903 bis 1907 erinnern soll. Die angebrachte Gedenktafel am Sockel des Denkmals ist in deutscher Schrift. Da es nur an die deutschen Gefallenen erinnert ist es ein umstrittenes Monument und wird vielleicht eines Tages abgerissen und kommt ins Museum, welches sich in der Alten Feste befindet. Dieses befindet sich nur wenige Schritte weiter. Die Alte Feste wurde 1890 erbaut und sollte den Angehörigen der Deutschen Schutztruppen sowie den ersten Siedlern Schutz bieten. Ursprünglich hatten die Außenmauern nur Schießscharten, erst später wurden die Veranden angebaut. In den 20ziger Jahren diente die Feste als Schülerheim und 1957 wurde sie zum Historischen Monument erklärt. Heute ist hier das namibische Staatsmuseum untergebracht. Als Besucher mussten wir zwar keinen Eintritt zahlen, aber wurden darauf hingewiesen eine Spende zu hinterlassen. Vor allem die Ausstellung über die Fundorte von Felsgravuren in Namibia hat uns hier im Museum gefallen.

Gegenüber der Christuskirche befindet sich der Sitz des Parlaments. Ein Regierungsgebäude mit dem Spitznamen „Tintenpalast“, weil die Beamten hier viel Tinte verschreiben. Das Gebäude stammt ebenfalls aus der Kolonialzeit und wurde vom damaligen Regierungsbaumeister Gottlieb Redecker entworfen. Es war das ehemalige Verwaltungsgebäude des Schutzgebietes und wurde 1913 eingeweiht.Später sind wir zum Bahnhof von Windhoek gelaufen. Dieser befindet sich in der Bahnhofsstraße, welche von der Independence Avenue abzweigt. Der Bahnhof liegt etwas entfernt von den anderen oben aufgeführten Sehenswürdigkeiten. Er wurde 1912 fertiggestellt und dient heute als Denkmal, Museum und natürlich auch noch als Bahnhof. Das ehrenamtliche aufgebaute Transnamib Museum ist nicht nur für Eisenbahnfans interessant. Obwohl das Museum geschlossen war und erst in gut 45 Minuten wieder öffnen sollte, ließ man uns trotzdem rein und so erfuhren wir bei der deutschsprachigen Führung einiges über die namibische Eisenbahngeschichte.