Felsgravuren von Twyfelfontein

Von der Skelettküste aus fuhren wir ins DAMARALAND. Dies war nur eine kleine Etappe, denn schon nach 268km erreichten wir den kleinen Ort Khorixas, wo wir zwei Nächte in der Gowati Lodge blieben. Hier in der näheren Umgebung befinden sich der versteinerte Wald und die Felsgravuren von Twyfelfontein.
Am nächsten Tag brachen wir nach dem Frühstück zu einer kleinen Rundfahrt auf und sind als erstes zum versteinerten Wald gefahren. Nach dem Eintrag ins Besucherbuch und der Bezahlung des Eintritts wurde uns ein Guide zugeteilt, der uns begleitete und einiges über die Herkunft des Waldes erzählte.
Beim versteinerten Wald handelt es sich um einen Urzeitnadelwald der vor über 300 Millionen Jahren in Zentralafrika wuchs. Dieser wurde vermutlich durch Flüsse angeschwemmt. Über den Prozess der Versteinerung wollen wir hier jetzt nicht schreiben, würden dann wieso nur aus Reisebüchern zitieren. Teilweise sind die Stämme fast vollständig erhalten und man erkennt sogar die Jahresringe. Vereinzelt wachsen zwischen den Bäumen Welwitschias.
Weiter führte uns der Weg entlang verschiedener Sandpisten zu den Felsgravuren von Twyfelfontein.

Auch hier bekamen wir einen Guide zur Seite, der uns dann zu den Gravuren führte. Twyfelfontein ist der reichste Fundort von Felsgravuren in Namibia und wurden schon zur deutschen Kolonialzeit entdeckt. Nach einer kurzen Einführung durch den Guide, mussten wir uns für einen der beiden vorhandenen Pfade entscheiden. Diese Routen sind unterschiedlich lang und dauern zwischen 60 und 90 Minuten. Wir entschieden uns für den Löwen Pfad, den wohl beliebtestes Weg. Neben den Platten mit unzähligen Tiermotiven gibt es auch Kartendarstellung mit Wasserlöchern. Die Gravuren, so schätzt man, haben ein Alter von bis zu 10.000 Jahren, wobei der größte Teil aus der Zeit vor 2.500 Jahren stammt.
Etwas abseits und weniger besucht sind die Orgelpfeifen. Diese Basaltsäulen sind vor ca. 120 Millionen Jahren entstanden, als Lava in das Schiefergestein eindrang und zu Säulen erstarren ließ. Sie befinden sich in einer Schlucht und sind bis zu 5m hoch.
Am Nachmittag waren wieder zurück in der Lodge und hatten 234km zurückgelegt. Die Straßen bzw. Pisten waren in einen ordentlichen Zustand, so dass man ohne Probleme diese auch mit einem PKW befahren konnte.